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Seite 1 von 2 Leben in NeuseelandViele Europäer haben eine idealistische Vorstellung vom Leben in Neuseeland. Neuseeland hat das Image einer erfolgreich wachsenden Wirtschaft mit einer intakten Umwelt, in der jeder ein hohes Maß an Freiheit und Lebensqualität genießt. Vieles davon ist wahr - allerdings gibt es in Neuseeland, wie in anderen Gesellschaften auch, eine Anzahl unterschiedlicher Probleme. In der Regel sind Europäer allerdings sehr erfolgreich in Neuseeland, wenn sie sich entsprechend bemühen. Hier gilt eben doch ein Stückchen mehr, dass Arbeit sich noch lohnt und Chancen werden nicht nur von der Politik herbeigeredet werden. Neuseeland braucht derzeit Arbeitskräfte in fast allen Sektoren der Wirtschaft und die neuseeländische Regierung fördert aktiv den Zuzug qualifizierter Migranten und Investoren aus dem Ausland. Die Gesellschaft in Neuseeland ist nach wie vor hauptsächlich von angelsächsischen Einflüssen geprägt, auch wenn der Einfluss der asiatischen und polynesischen Bevölkerungsgruppe aufgrund des größer werdenden Anteils an der Gesamtbevölkerung zunimmt. Schon immer gab es in Neuseeland auch deutsche Einwanderer, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung aufgrund stetigen Nachzugs relativ konstant bleibt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen auch eine Anzahl holländischer Einwanderer nach Neuseeland, diese Quote war in den darauf folgenden Jahren allerdings stark rückläufig. Neuseeland hat einen sehr hohen Ausbildungsstandard - beginnend mit dem Kindergarten bis hin zur Universität. Schulen und in Universitäten sind den Umgang mit Ausländern gewohnt - neben Migranten gibt es hier auch viele Austauschschüler und –studenten. Kinder von Migranten Familien finden sich im neuseeländischen Schulsystem in der Regel schnell zurecht. In den PISA Studien belegt Neuseeland in allen Disziplinen einen der vorderen Plätze. Hier eine Übersicht. Das Gesundheitssystem entspricht europäischem Standard und ist öffentlich finanziert. Neuseeländer oder Migranten mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis kommen in Genuss kostenfreier Leistungen. Inhaber von Arbeitsvisa sollten sich privat krankenversichern. Sozialversicherungsbeiträge sowie Pflichtbeiträge für Krankenkassen sind in Neuseeland unbekannt das gesamte Sozial-und Gesundheitssystem wird aus dem Steueraufkommen finanziert. Unfallfolgen werden von staatlicher Seite reguliert (Accident Compensation Cover). Die neuseeländische Einkommenssteuer variiert in Abhängigkeit von der Höhe des Einkommens. Ein Durchschnittsverdiener wird ungefähr 22-25% bezahlen. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Steuersystem deutlich einfacher und klarer strukturiert. Ausnahmen, Möglichkeiten etwas von der Steuer abzusetzen oder sonstige Vergünstigungen sind weitestgehend unbekannt. Die neuseeländische Regierung verfolgt eine konservative Fiskalpolitik und operierte in den vergangenen Jahren regelmäßig mit einem Haushaltsüberschuss. Die unabhängige Notenbank hat die Verpflichtung die Inflationsrate unter 3% zu halten. Momentan bewegt sich die Inflationsrate in Neuseeland zwischen 1% und 2% als Resultat einer Hochzinspolitik, die den Neuseeland Dollar stabilisiert und ausländisches Kapital anlockt. Neuseeländer pflegen einen entspannten Lebensstil. Sport, Freizeit, Erholung und Outdooraktivitäten genießen einen hohen Stellenwert. Im Sommer locken einige der schönsten Strände der Welt und die vielen Nationalparks laden zu einem Ausflug ein. Im Winter ist natürlich skifahren und snowboarden in den Bergen angesagt. Überhaupt sind die Neuseeländer was ihre Freizeitgestaltung angeht sehr kreativ: verrückte Dinge wie Bungee-Jumping haben hier ihren Ursprung. Vergleichbar mit Westeuropa wird auch in Neuseeland Kriminalität zunehmend zu einem Problem - viele Delikte stehen im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch. Die Anzahl der Gewaltverbrechen ist in den letzten Jahren glücklicherweise rückläufig gewesen und die Kriminalitätsrate liegt immer noch deutlich unter der in Europa. Welche Zukunft erwartet Auswanderer in Neuseeland?
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